Lagebericht
Finanzlage und Investitionen
Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow)
Der Brutto-Cashflow lag mit 1.411 MIO € um 29,6 Prozent über Vorjahr (1.089 MIO €). Hierzu trugen im Wesentlichen die Einbeziehung von Schering sowie die gute Geschäftsentwicklung bei. Der Netto-Cashflow erhöhte sich um 337 MIO € auf 375 MIO € (Vorjahr: 38 MIO €). Die Veränderung im Working Capital verbesserte sich trotz der Geschäftsausweitung leicht gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert.
| Finanzierungsrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung) | 1. Quartal 2006 | 1. Quartal 2007 |
| in Mio € | ||
| Brutto-Cashflow* | 1.089 | 1.411 |
| Veränderung Working Capital/Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | -1.051 | -1.036 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) im fortzuführenden Geschäft | 38 | 375 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) im nicht fortzuführenden Geschäft | 90 | 38 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) (Gesamt) | 128 | 413 |
| Zu-/Abfluss aus investitiver Tätigkeit (Gesamt) | -192 | 4.589 |
| Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit (Gesamt) | -187 | -1.764 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit (Gesamt) | -251 | 3.238 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1.1. | 3.290 | 2.915 |
| Veränderung Wechselkurse/ Konzernkreise | -13 | -10 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.3. | 3.026 | 6.143 |
Vorjahreswerte angepasst
* Zur Definition siehe Kennzahlen Bayer-Konzern
* Zur Definition siehe Kennzahlen Bayer-Konzern
Abfluss aus investiver Tätigkeit
Im Rahmen der investiven Tätigkeit sind 4.589 MIO € zugeflossen (Vorjahr: Abfluss 192 MIO €). Hierin sind im Wesentlichen die Netto-Erlöse aus den Desinvestitionen unseres Diagnostika-Geschäfts sowie von H.C. Starck in Höhe von insgesamt 4,7 MRD € enthalten. Im Januar 2007 verkauften wir das Diagnostika-Geschäft an Siemens für 4,3 MRD €. Nach einer bereits im Dezember 2006 erhaltenen Anzahlung in Höhe von 0,4 MRD € flossen uns aus dieser Transaktion Anfang 2007 (nach Abzug abgegebener liquider Mittel in Höhe von ca. 0,2 MRD €) 3,7 MRD € zu. In den nachfolgenden Quartalen werden wir noch ca. 0,6 MRD € an Steuern auf den Veräußerungsgewinn abführen. H.C. Starck haben wir für rund 1,2 MRD € an Advent International und The Carlyle Group veräußert. Das Transaktionsvolumen setzt sich im Wesentlichen aus einer Barkomponente – inklusive der Ablösung von Finanzverbindlichkeiten – von über 0,9 MRD € sowie der Übernahme von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,2 MRD € zusammen. Diese Desinvestition wurde Anfang Februar 2007 abgeschlossen.
Die Ausgaben für Sachanlagen (193 MIO €) und immaterielle Vermögensgegenstände (8 MIO €) betrugen insgesamt 201 MIO € (Vorjahr: 419 MIO €). Im Vorjahr waren hier insbesondere der Erwerb der europäischen Vertriebsrechte für die Bluthochdruck-Präparate Pritor® und PritorPlus® sowie Ausgaben im Zusammenhang mit dem Ausbau unseres chinesischen Standorts in Caojing für die Herstellung von Polymer-Produkten enthalten.
Die Ausgaben für Sachanlagen (193 MIO €) und immaterielle Vermögensgegenstände (8 MIO €) betrugen insgesamt 201 MIO € (Vorjahr: 419 MIO €). Im Vorjahr waren hier insbesondere der Erwerb der europäischen Vertriebsrechte für die Bluthochdruck-Präparate Pritor® und PritorPlus® sowie Ausgaben im Zusammenhang mit dem Ausbau unseres chinesischen Standorts in Caojing für die Herstellung von Polymer-Produkten enthalten.
Zufluss aus Finanzierungstätigkeit
Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von 1.764 MIO € abgeflossen (Vorjahr: Abfluss 187 MIO €), davon 245 MIO € für Zinsausgaben, 1.510 MIO € für Netto-Kreditrückzahlungen sowie 9 MIO € für Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften. Im Vorjahr beinhaltete die Position „Dividende der Bayer AG“ die Rückerstattung von 176 MIO € Kapitalertragsteuern auf konzerninterne Dividendenausschüttungen aus dem Jahr 2004.
Der Konzern verfügte zum 31. März 2007 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 6.143 MIO €. Davon wurden insgesamt 784 MIO € auf Sonderkonten hinterlegt. Dieser Betrag beinhaltet 699 MIO €, die aufgrund des am 17. Januar 2007 auf der Hauptversammlung der Bayer Schering Pharma AG beschlossenen Squeeze-outs der verbleibenden Minderheitsaktionäre auf ein Avalkonto hinterlegt wurden. Laut Beschluss sollen die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung von 98,98 € je Aktie auf den Hauptaktionär Bayer Schering GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Bayer AG, übertragen werden. Außenstehende Aktionäre haben gegen den Beschluss Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen erhoben. Darüber hinaus sind 85 MIO € für Zahlungen im Zusammenhang mit zivilrechtlichen Vergleichen in Kartellverfahren bestimmt.
Aufgrund der eingeschränkten Verwendbarkeit wurde die auf den Sonderkonten hinterlegte Liquidität bei der Ermittlung der Nettoverschuldung nicht in Abzug gebracht. Die hohe Kassenhaltung wird sich in den Folgequartalen – insbesondere nach Tilgung von Anleihen – wieder normalisieren.
Der Konzern verfügte zum 31. März 2007 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 6.143 MIO €. Davon wurden insgesamt 784 MIO € auf Sonderkonten hinterlegt. Dieser Betrag beinhaltet 699 MIO €, die aufgrund des am 17. Januar 2007 auf der Hauptversammlung der Bayer Schering Pharma AG beschlossenen Squeeze-outs der verbleibenden Minderheitsaktionäre auf ein Avalkonto hinterlegt wurden. Laut Beschluss sollen die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung von 98,98 € je Aktie auf den Hauptaktionär Bayer Schering GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Bayer AG, übertragen werden. Außenstehende Aktionäre haben gegen den Beschluss Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen erhoben. Darüber hinaus sind 85 MIO € für Zahlungen im Zusammenhang mit zivilrechtlichen Vergleichen in Kartellverfahren bestimmt.
Aufgrund der eingeschränkten Verwendbarkeit wurde die auf den Sonderkonten hinterlegte Liquidität bei der Ermittlung der Nettoverschuldung nicht in Abzug gebracht. Die hohe Kassenhaltung wird sich in den Folgequartalen – insbesondere nach Tilgung von Anleihen – wieder normalisieren.
Flüssige Mittel und Nettoverschuldung
Die Nettoverschuldung (Gesamt) konnten wir insbesondere aufgrund der Mittelzuflüsse aus den Desinvestitionen, aber auch aufgrund eines verbesserten operativen Cashflows gegenüber dem 31. Dezember 2006 um 4,8 MRD € auf 12,8 MRD € zurückführen. Es ist geplant, den Erlös aus dem geplanten Verkauf von Wolff Walsrode an The Dow Chemical Company zur weiteren Reduzierung der Nettoverschuldung zu verwenden.
| Nettoverschuldung | 31.12.2006 | 31.3.2007 |
| in Mio € | ||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten laut Bilanz (inklusive derivativer Verbindlichkeiten) | 14.723 | 14.626 |
| davon Pflichtwandelanleihe | 2.276 | 2.278 |
| davon Hybridanleihe | 1.247 | 1.245 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten laut Bilanz (inklusive derivativer Verbindlichkeiten) | 5.078 | 3.673 |
| - Derivative Forderungen | 185 | 165 |
| Finanzverschuldung | 19.616 | 18.134 |
| - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente* | 2.116 | 5.359 |
| - Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 27 | 5 |
| Nettoverschuldung im fortzuführenden Geschäft | 17.473 | 12.770 |
| Nettoverschuldung im nicht fortzuführenden Geschäft | 66 | 7 |
| Nettoverschuldung (Gesamt) | 17.539 | 12.777 |
* Aufgrund der eingeschränkten Verwendbarkeit wurde die auf Sonderkonten hinterlegte Liquidität in Höhe von 784 Mio € im 1. Quartal 2007 (Vorjahresquartal: 299 Mio €) bei der Ermittlung der Nettoverschuldung nicht in Abzug gebracht. 31.3.2007: 5.359 Mio € = 6.143 Mio € - 784 Mio € (31.12.2006: 2.116 Mio € = 2.915 Mio € - 799 Mio €).
Zum 31. März 2007 beliefen sich unsere langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 14,6 MRD €. Darin enthalten sind die im Juli 2005 begebene Hybridanleihe mit 1,2 MRD € sowie die im April 2006 emittierte Pflichtwandelanleihe mit 2,3 MRD €. Die Hybridanleihe wird von Moody’s zu 75 Prozent und von Standard & Poor’s zu 50 Prozent als Eigenkapital bewertet. Die Pflichtwandelanleihe wird von beiden Ratingagenturen zu 100 Prozent als Eigenkapital angesetzt. Verglichen mit klassischem Fremdkapital werden die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns mit der Hybridanleihe deutlich und mit der Pflichtwandelanleihe vollständig entlastet.
Unser langfristiges Emittentenrating bewertet Standard & Poor’s mit BBB+ mit positivem Ausblick bzw. Moody’s mit A3-Rating mit negativem Ausblick. Die kurzfristigen Bewertungen liegen bei A-2 (Standard & Poor’s) bzw. P-2 (Moody’s). Diese Investment Grade Ratings dokumentieren eine gute Bonität.
Unser langfristiges Emittentenrating bewertet Standard & Poor’s mit BBB+ mit positivem Ausblick bzw. Moody’s mit A3-Rating mit negativem Ausblick. Die kurzfristigen Bewertungen liegen bei A-2 (Standard & Poor’s) bzw. P-2 (Moody’s). Diese Investment Grade Ratings dokumentieren eine gute Bonität.



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